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Werbung im Alltag - das hat uns überrascht.

Autorenbild: Thomas
Thomas
28. Juni
4 Min. Lesezeit

Werbung konkurriert heute fast überall mit Ablenkung. Auf dem Smartphone, im Feed, auf Screens, in Apps, im Postfach. Viele Botschaften werden gesehen, aber nicht wirklich wahrgenommen. Genau deshalb wollten wir mit Tiny Billboards eine einfache Frage testen:


Kann ein kleiner Werbeträger in einem echten Alltagsmoment mehr Aufmerksamkeit erzeugen, als man ihm auf den ersten Blick zutraut?


In einem lokalen Projekt im Raum Erding und Freising haben wir über mehrere Wochen unterschiedliche Tiny Lids (To-Go-Deckel aus Pappe) getestet. Eingesetzt wurden sie unter anderem bei namhaften Tankstellenpartnern, regionalen Bäckereiketten und einem Kiosk an der S-Bahn. Ziel war nicht, eine repräsentative Marktstudie zu erstellen. Ziel war, erste belastbare Hinweise zu sammeln: Fällt der Deckel auf? Sprechen Menschen darüber? Wird ein QR-Code gescannt? Und welche Rolle spielt der Kontext?


Ein kleiner Werbeträger, der näher am Alltag ist als viele klassische Medien

Tiny Billboards entwickelt und vermarktet sogenannte Tinys: innovative und auffällige Werbeträger, die über ein wachsendes Standort-Netzwerk ihre Aufmerksamkeit im Alltag deiner Kunden entfalten.

Im ersten Pilot ging es vor allem um To-Go-Deckel. Also um einen Moment, der für viele Menschen selbstverständlich ist: Kaffee kaufen, unterwegs sein, kurz warten, weiterfahren, in die S-Bahn steigen oder in der Mittagspause etwas mitnehmen.

Genau dieser Moment ist interessant. Dein Kunde hält den Werbeträger selbst in der Hand. Er sieht ihn nicht nur aus Entfernung. Er trägt ihn mit sich. Und anders als bei vielen digitalen Werbeformaten ist deine Botschaft nicht zwischen zehn anderen Anzeigen eingebettet.

Das klingt einfach. Ist aber nicht trivial. Denn wenn ein Medium so nah am Kunden ist, darf Werbung dort nicht beliebig wirken. Sie muss relevant sein, zum Ort passen und darf den Moment nicht überladen.


Bewusst zurückhaltend gestaltet: Der Erding-Deckel spielte mit Neugier, lokalem Bezug und ohne einen klaren Scan-Impuls, um sich der "Baseline-Scanrate" anzunähern. Auf einer sehr einfachen Internetseite konnten Menschen auswählen, wonach ihnen gerade ist (Bedürfnisse). Die Rückschlüsse daraus waren sehr spannend, aber aufgrund der noch geringen Stichprobe dürfen diese nicht überinterpretiert werden. Weitere Kampagnen helfen uns das Wissen zu vertiefen.
Bewusst zurückhaltend gestaltet: Der Erding-Deckel spielte mit Neugier, lokalem Bezug und ohne einen klaren Scan-Impuls, um sich der "Baseline-Scanrate" anzunähern. Auf einer sehr einfachen Internetseite konnten Menschen auswählen, wonach ihnen gerade ist (Bedürfnisse). Die Rückschlüsse daraus waren sehr spannend, aber aufgrund der noch geringen Stichprobe dürfen diese nicht überinterpretiert werden. Weitere Kampagnen helfen uns das Wissen zu vertiefen.


Was im Pilot getestet wurde

Im Pilot wurden mehrere Tausend Tiny-Lids eingesetzt. Der größte Einzeltest umfasste rund 3.000 Deckel. Zusätzlich wurden über 37 Stunden Beobachtungen vor Ort durchgeführt. Ergänzend flossen Gespräche mit Mitarbeitenden und Standortpartnern ein.


Die Zahlen aus diesem Pilot sind bewusst vorsichtig einzuordnen. Die Stichprobe ist nicht repräsentativ, die Standorte waren lokal begrenzt und das Setup war als früher Praxistest angelegt. Trotzdem waren die Rückmeldungen wertvoll, weil sie nicht nur aus Tracking-Daten bestanden, sondern auch aus realen Beobachtungen im Verkaufsalltag.

Besonders relevant waren drei Fragen:

  1. Wird der Deckel im Alltag überhaupt bemerkt?

  2. Führt die Aufmerksamkeit zu Interaktion, zum Beispiel über QR-Codes?

  3. Welche Rolle spielen Standort, Motiv und Angebot?


Erkenntnis 1: Der Deckel fällt auf

Die wichtigste Erkenntnis war einfach: Die Deckel wurden wahrgenommen.

Das zeigte sich nicht nur in einzelnen Scanraten, sondern auch in Gesprächen und Beobachtungen vor Ort. Mitarbeitende berichteten, dass Kunden auf die Deckel reagierten. In manchen Fällen wurde darüber gesprochen, nachgefragt oder sichtbar genauer hingeschaut. Aufmerksamkeit ist die erste Hürde jeder Kampagne. Ohne Aufmerksamkeit gibt es keine Interaktion, keine Erinnerung und keine Handlung. Wir haben Aufmerksamkeit generieren können.

Gleichzeitig zeigte der Pilot: Auffälligkeit allein reicht nicht. Gerade weil der Deckel bereits als Medium stark sichtbar ist, muss die Gestaltung sorgfältig dosiert sein. Eine zu laute Botschaft kann schnell wie klassische Werbung wirken. Eine passende Botschaft im richtigen Kontext kann dagegen eher wie ein kleiner Impuls im Alltag funktionieren.


Erkenntnis 2: Kontext entscheidet über Relevanz

Ein Tiny funktioniert nicht losgelöst vom Ort oder dem Nutzungsmoment nach dem eigentlich Kauf. Ein Deckel an einer Tankstelle wird in einem anderen Moment wahrgenommen als ein Deckel bei einer Bäckerei oder an einem Kiosk an der S-Bahn.

Das ist einer der zentralen Unterschiede zu vielen klassischen Ambient-Media-Formaten. Der Werbeträger ist nicht nur physisch vorhanden. Er ist in eine konkrete Nutzungssituation eingebettet.

Für dich bedeutet das: Die gleiche Botschaft kann je nach Standort unterschiedlich gut funktionieren. Ein Angebot für schnelle Verpflegung, Mobilität, lokale Events, Recruiting oder eine App mit direktem Nutzen kann besonders dann interessant werden, wenn es zum Moment passt.

Wer morgens einen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit kauft, ist in einer anderen Stimmung als jemand, der am Nachmittag eine Pause macht. Genau diese Kontexte sind für lokale Werbung, POS-Werbung und QR-Code-Kampagnen wertvoll.


Erkenntnis 3: Der Handlungsimpuls muss klar sein

Im Pilot wurde deutlich, dass Aufmerksamkeit allein noch keine Handlung auslöst. Wenn Kunden scannen oder reagieren sollen, brauchen sie einen klaren Grund.

Ein QR-Code auf einem Deckel kann funktionieren. Aber er funktioniert nicht, nur weil er da ist. Deine Botschaft muss verständlich machen, warum sich der nächste Schritt lohnt. Das kann ein lokaler Vorteil sein, ein Coupon, ein Gewinnspiel, ein nützlicher Hinweis, ein Recruiting-Angebot oder eine kleine Belohnung. Tinys sind nicht nur eine Fläche für ein Logo. Der Wert entsteht aus dem Zusammenspiel von Standort, Moment, Motiv und Angebot.


Eine erste spannende Indikation: Ein Bäcker und der Kiosk hatten eine gleich hohe Scanrate, aber eine signifikant verschiedene Interaktionsrate auf der Internetseite. Eine Erklärung: wer in der S-Bahn sitzt, hat mehr Zeit, sich etwas Neues anzuschauen.
Eine erste spannende Indikation: Ein Bäcker und der Kiosk hatten eine gleich hohe Scanrate, aber eine signifikant verschiedene Interaktionsrate auf der Internetseite. Eine Erklärung: wer in der S-Bahn sitzt, hat mehr Zeit, sich etwas Neues anzuschauen.



Was du aus dem Pilot mitnehmen kannst

Der Pilot zeigt keine abschließende Marktreife im statistischen Sinne. Dafür war er bewusst zu klein und zu lokal. Er zeigt aber, dass Alltagswerbung auf physischen Trägern relevantes Potenzial hat, wenn drei Dinge zusammenkommen:


Erstens: Sichtbarkeit. Der Werbeträger muss auffallen, ohne aufdringlich zu wirken.

Zweitens: Kontext. Die Botschaft muss zum Standort, zur Situation und zur Zielgruppe passen.

Drittens: Handlung. Der Kunde braucht einen klaren, einfachen nächsten Schritt.

Genau an dieser Schnittstelle entsteht der mögliche Mehrwert für dich: lokale Reichweite, direkte Nähe zum Kunden und die Möglichkeit, digitale Interaktion über QR-Codes oder Landingpages messbar zu machen.


Warum das für die Metropolregion München interessant ist

Tiny Billboards befindet sich aktuell in der Gründungsphase. Der nächste Schritt ist der Aufbau weiterer Kampagnen und Standortpartnerschaften in der Metropolregion München.

Wenn du lokale Sichtbarkeit suchst, neue Kampagnenmechaniken testen möchtest oder einen physischen Touchpoint mit digitaler Messbarkeit verbinden willst, melde dich bei uns. Das kann für regionale Anbieter genauso relevant sein wie für Recruiting, Events, Mobility-Angebote, Apps, lokale Services oder Marken mit starkem Standortbezug.


Parallel suchen wir Standortpartner aus Gastronomie, Bäckereien, Tankstellen, Kiosken und anderen To-Go-Kontexten, die neue Formen der Kundenansprache testen möchten.

Kleine Werbeträger, die sich im Alltag integrieren, können im richtigen Moment große Aufmerksamkeit entfalten.

Und genau dort beginnt für Tiny Billboards die nächste Phase.


Du möchtest als Werbepartner eine Kampagne in der Metropolregion München testen oder als Standortpartner Teil des Netzwerks werden? Dann nimm Kontakt mit Tiny Billboards auf.


 
 
 

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Erfahrungen aus 6 Projekten und 37h Vor Ort Beobachtungen

In lokalen Piloten in der Metropolregion München wurden bereits über 6.000 Tiny Lids getestet. Der größte Pilot lief über sieben Wochen im Raum Erding: 3.075 Tiny Lids wurden an sechs Standorten ausgegeben – bei namhaften Tankstellenpartnern, regionalen Bäckereien und einem Kiosk in S-Bahn Nähe. Der Deckel war bewusst dezent gestaltet: kein klarer Call to Action, kein sofortiger Vorteil und dennoch wurden bereits 3,3% der Tiny Lids gescannt - eine Scanrate signifikant über den gängigen Werbeträgern-und Mitteln. Die Aufmerksamkeit haben wir - jetzt braucht es nur noch deine Botschaft. 

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